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  • AutorenbildManuela Broz

Mehr Energie: Die erschöpfte Arbeitswelt - was wir tun können

Aktualisiert: vor 16 Stunden

Im Winter 1812 erkannte Napoleon die Unhaltbarkeit seiner Situation und die Aussichtslosigkeit seines Unternehmens erst, als er feststellte, dass seine Armee zu dezimiert war und die Ressourcen nicht ausreichten, um die Rückkehr nach Frankreich sicherzustellen. Es fehlte an warmer Kleidung und damit an Energie. Gewaltige Verluste ohne eine wirkliche Schlacht liessen das Vorhaben scheitern. Der Rest ist Geschichte.


Wie willst du Transformation & Co. schaffen, wenn fast jeder dritte Erwerbstätige erschöpft und energielos ist?

30,3 Prozent, um genau zu sein, so die jüngste Studie des Job-Stress Index Schweiz.

6,5 Milliarden Franken kostet dieser Fakt die Wirtschaft. 57% aller Fehltage aus psychischen Gründen gehen auf Konflikte am Arbeitsplatz zurück. Die deutsche Wirtschaftsleistung schrumpfte 2023 um 26 Milliarden Euro wegen Krankmeldungen (Studien Pharmaindustrie) und rutschte wohl auch dadurch in die Rezession. So viel zu den Fakten von heute.

 

Wir haben uns grundlegende Gedanken über den Umgang mit der Ressource Energie gemacht und spannende Ansatzpunkte für "mehr Energie-die erschöpfte Arbeitswelt" für dich und dein Unternehmen zusammengestellt:






Wie sorgsam gehst du mit deiner Energie um? Hast du gewusst, dass es eine organisationale Energie gibt, und dass diese mit deiner persönlichen Energie in Wechselwirkung steht?


Was ist organisationale Energie?

Die Konzepte rund um organisationale Energie stammen oft aus den Bereichen der Organisationspsychologie und Organisationsentwicklung. Eine hohe unternehmerische Energie trägt nicht nur zu einer guten Unternehmenskultur bei, sondern steigert auch die Leistungsfähigkeit und Innovationsbereitschaft einer Organisation. Der Begriff ,organisationale Energie' bezieht sich oft auf die Fähigkeit einer Organisation, Energie und Engagement ihrer Mitglieder zu mobilisieren, um gemeinsame Ziele zu erreichen. Es handelt sich dabei um die kollektive Anstrengung und Begeisterung innerhalb einer Organisation, die dazu beiträgt, dass die Mitarbeiter motiviert, zielgerichtet und produktiv arbeiten.


Erkennen lässt sich die Energie eines Unternehmens an drei Merkmalen:

  1. Die Kraft, mit der eine Organisation arbeitet und zielgerichtet Dinge bewegt. 

  2. Die Qualität und das Ausmass mit der eine Organisation das Potenzial für die Verfolgung der Ziele mobilisieren kann. 

  3. Die Vitalität, Intensität und Geschwindigkeit der Arbeits-, Veränderungs-, Innovationsprozesse und der einhergehenden Leistungsfähigkeit.

Beispiele für positive oder negative Energie in Unternehmen

In meiner Arbeit in der Führung und Kulturberatung habe ich etwa 85 Merkmale herausgearbeitet, an denen sich Energie ablesen lässt. Dazu gehören beispielsweise Innovation, Produktivität, Wertschätzung oder Flexibilität aber auch Machtverteilung oder Einbezug von Mitarbeitenden beeinflussen das Energielevel von Menschen und Unternehmen. Hier einige Merkmale, die sich leicht beobachten lassen:


positive Energie

negative Energie

Motivation

Mitarbeiter sind motiviert, engagiert und zeigen Interesse an ihrer Arbeit. Sie setzen sich aktiv für die Ziele der Organisation ein.

Fehlende Begeisterung und Engagement der Mitarbeiter für ihre Arbeit.

Geringe Bereitschaft, über die minimalen Anforderungen hinaus zu gehen.

Fluktuation

Eine geringe Mitarbeiterfluktuation spricht für Zufriedenheit und eine positive Bindung.

Häufige Mitarbeiterwechsel und hohe Fluktuation im Unternehmen.

Schwierigkeiten bei der Mitarbeiterbindung.

Kommunikation

Klar strukturierte und offene Kommunikationskanäle fördern ein Verständnis für die Unternehmensziele und minimieren Missverständnisse.

Unklare oder ineffektive Kommunikation innerhalb der Organisation.

Mangel an Transparenz in Bezug auf Entscheidungen und Richtungsänderungen.

Zusammenarbeit

Teams arbeiten effektiv zusammen, tauschen Ideen aus und unterstützen sich gegenseitig. Es gibt eine gemeinsame Zielsetzung und eine positive Teamdynamik.

Fehlende Zusammenarbeit und Teamarbeit zwischen den Abteilungen.

Konflikte und Spannungen innerhalb der Teams.

Führung

Eine klare und inspirierende Führung gibt den Mitarbeitern eine klare Richtung vor. Die Führungskräfte verstehen es, die Mitarbeiter zu unterstützen.

Mangelndes Vertrauen zwischen Führungskräften und Mitarbeitern.

Misstrauen in Bezug auf Entscheidungen und Handlungen der Führungsebene.

Organisationale Energie besteht aus der Kraft der Arbeit, der Qualität, der potentiellen Mobilisation sowie der Intensität von Arbeits- und Veränderungsprozessen.

 

Energiediagramm für Unternehmen, Abteilungen oder Teams

Empirische Studien zeigen, dass das Ausmass an produktiver Energie einen massgeblichen Einfluss auf den Unternehmenserfolg hat. Die Intensität beschreibt die Aktivierung von mentalem, emotionalem und verhaltensbezogenem Potenzial in einem Unternehmen.

Deshalb unterscheidet die Wissenschaft hoch- und niedrigenergetische Unternehmen.

Die Qualitätsdimension gibt Auskunft darüber, ob die Energie positiv auf die gemeinsamen Unternehmensziele ausgerichtet ist, oder destruktiv genutzt wird. Berücksichtigt man beide Dimensionen, ergeben sich vier Energiezustände: Angenehme Trägheit, resignative Trägheit, korrosive Energie und produktive Energie. Das dargestellte Energiediagramm ist eine Perspektive, die ich in der Kulturanalyse einbeziehe und bis auf Stufe einzelner Führungseinheiten untersuche. Nur so lassen sich gezielte Massnahmen ableiten.

 


Energiediagramm zur Analyse für Unternehmen, Abteilungen oder Teams nach H. Bruch & B.Vogel 2005
Energiediagramm zur Analyse für Unternehmen, Abteilungen oder Teams

Die unterschiedlichen Energielevels lassen sich an diversen Kriterien erkennen. Korrosive Energie äussert sich beispielsweise in Aktionismus und steigender Geschwindigkeit. Der hörbare Lärm in Grossraumbüros kann ein Indikator dafür sein. Genauso wie sich eine emotionale Anspannung auch in der Art, wie mit einander kommuniziert wird, spiegeln kann. Je nach Analyseergebnis können unterschiedliche Interventionen ausgearbeitet werden, die für einzelne Teams oder die ganze Organisation zum Einsatz kommen.


Energie ist Wechselwirkung: In welchem Energiediagramm bewegst du dich bei der Arbeit?


So wie du dich selbst fühlst, so beeinflusst du die Energie in deinem beruflichen Umfeld, so wie die Qualität und Intension der Energie in deinem beruflichen Umfeld ist, beeinflusst sie dein persönliches Energielevel. Alles ist Energie:

Jedes Fühlen, Denken, Sprechen und Tun ist eine persönliche Erfahrung, welche sich im Spannungsfeld von Empfindung und Emotion formt. Körperempfindungen, Emotionen, Gedanken, Worte und Handlungen sind unterschiedliche Ausdrucksformen von Energie. Lästern und Ehren ,machen' etwas, haben einen energetischen Impact. Schlecht über eine andere Person zu denken oder zu sprechen, schickt spürbar niedrig schwingende Energien ins energetische Feld. Umgekehrt sendet wertschätzende Energie hohe Schwingungen aus, die Segen und Schutz für das Energiefeld sind.

Die grössten Energieräuber bei der Arbeit

Die Energie, die Menschen bei der Arbeit verbrauchen, kann von verschiedenen Faktoren beeinflusst werden. Wenn allerdings bei 57% aller Fehltage aus psychischen Gründen auf das Konflikte am Arbeitsplatz zurückgehen, haben wir mit ungelösten oder unter den Teppich gekehrten Konflikten wohl einer der grössten Energiefresser identifiziert. Zwischenmenschliche Beziehungen am Arbeitsplatz, Stress, Druck und Konflikte können emotionale Energie beanspruchen. Körperliche Arbeit, schlechte Ergonomie am Arbeitsplatz und unzureichende Pausen können körperliche Erschöpfung verursachen. Unklare Aufgaben, ständige Unterbrechungen und ineffizientes Zeitmanagement können zu Stress und Erschöpfung führen. Fehlende Motivation, eine fehlende Verbindung zum Zweck der Arbeit und das Fehlen von persönlicher Erfüllung können die Arbeitsmoral beeinträchtigen. Und, so nehme ich es bei Rückmeldungen von Führungskräften wahr, ist eine schlechte Meetingkultur der Energiekiller schlechthin. Die meisten würden lieber an ihren Pendenzen arbeiten, als zwei Stunden Meeting absitzen, die langweilig, ineffizient, ergebnislos oder egobehaftet vonstatten gehen, als Zeitfresser angesehen werden und deshalb Energie rauben. Das Problem sind also nicht die Meetings, sondern deren Qualität.


Die grössten Energiespender bei der Arbeit

Wer das Gefühl hat, dass die Arbeit einen Beitrag zu etwas Grossem leistet, findet darin eine Quelle der Motivation und Energie. Wer Wertschätzung durch Vorgesetzte, Kollegen und Kunden erlebt, kann die Arbeitsmoral erheblich steigern und positive Energie freisetzen.

Ein unterstützendes Team, positive zwischenmenschliche Beziehungen und eine kooperative Arbeitsatmosphäre können die Arbeitsfreude fördern. Die Aussicht auf berufliche Weiterentwicklung, Lernmöglichkeiten und persönliches Wachstum kann die Energie und das Engagement steigern. Vertrauen schafft Energie, genauso wie klare Zuständigkeiten, Abläufe oder Ordnung. Wem eine ausgewogene Balance zwischen Arbeit und Privatleben gelingt und von flexiblen Arbeitsbedingungen profitiert, kann Stress reduzieren und die allgemeine Lebenszufriedenheit erhöhen.

Unternehmen, die die Gesundheit der Mitarbeiter fördern, beispielsweise durch ergonomische Arbeitsplätze, Gesundheitsprogramme oder flexible Pausenregelungen, können dazu beitragen, die Energie und das Wohlbefinden zu steigern.


Reflexion der persönlichen Energie

Magst du über deine eigenen Energieräuber und Energiespender nachdenken?

Dazu gehört natürlich auch die Betrachtung des privaten Bereichs: Ernährung, Bewegung, frische Luft, private Beziehungen, Gesundheit, Wohnqualität, Sexualität, Konsumverhalten, private Belastungen wie Finanzen oder Krankheit von Familienmitglieder, Schlaf, Freizeitbeschäftigung, Verpflichtungen oder die positive oder negative Energie von der Arbeit.

Die Reflexion über die eigene Energie ist der erste Schritt zu mehr Energie, denn nur wer die Hindernisse kennt, kann diese überwinden.


Selbstanalyse Energieräuber und Energiegeber
Selbstanalyse Energie: Daraus können Interventionen und Ziele abgeleitet werden


Wenn 30,3% der Beschäftigten erschöpft sind, 57% aller Fehltage aus psychischen Gründen auf Konflikte am Arbeitsplatz zurück gehen und die Wirtschaft dadurch mit 6,5 Milliarden Franken belastet wird, fehlt die menschliche Ressource Energie!  

Über die Konsequenz müssen wir nicht mehr nachdenken, wenn wir verantwortungsvoll Wirtschaften wollen, müssen wir ins Handeln kommen!


Das bringt Energie für die Zukunft: Nicht mehr Ressourcen, sondern mehr Qualität

Das Bewusstsein schaffen für die Ursachen von Energieräuber und Energiegeber ist der erste Schritt für mehr Energie. Um auf das nächste Level für mehr Energie zu kommen, bedarf es kluger Massnahmen. Um es vorweg zu nehmen, wer sich bei der Lösung nach mehr Ressourcen ausrichtet, mag zwar kurzfristig mehr Energie gewinnen. Langfristig besteht die Gefahr, dass noch mehr von dem getan wird, was schon immer getan wurde: Wo noch mehr Menschen an den gleichen Themen arbeiten, wird es mehr Konflikte geben und noch mehr Menschen werden an schlechten Meetings teilnehmen und ihre Energie verlieren. Deshalb sind Unternehmen und Mitarbeitende gefordert, einen anderen Umgang mit menschlicher Energie zu gestalten. Menschliche Energie ist beschränkt und nicht unendlich vorhanden, deshalb tun wir gut daran, wenn wir Massnahmen ergreifen, die die Qualität unseres Tuns verbessern.


Schaffe mehr Energie - unsere 10 Tipps für die praktische Umsetzung

1.Energie anstatt Zeit managen - du gewinnst Fokus:

Aufgaben, Projekte und Vorhaben nicht nach der Zeit, die dafür gebraucht wird analysieren, sondern nach der Energie, die verbraucht wird. Zum Beispiel nach einem selbstdefinierten Energiebarometer. Dadurch ergeben sich neue Tagesstrukturen und Ziele, die mehr der Realität von Machbarkeit und energetischer Balance entsprechen.


2. Auflösen von Überhitzung - du gewinnst Ruhe und Konzentration.

Die Reissleine ziehen und alles auf das notwendigste Minimum herunterfahren. Überhitzte Menschen und Systeme brauchen Abkühlung. Zugegeben, das braucht Mut. Dennoch, besser mal für 3 Monate die Öffnungszeiten etwas reduzieren oder einen Auftrag ablehnen, um Energie zu tanken und ,die Säge zu schleifen'. Danach können die Dinge mit mehr Qualität und Energie laufen. Dieser radikale Schritt ist eine zukunftsgerichtete Investition für notwendige Lernschritte und dann notwendig, wenn es nicht möglich ist, parallel Energiemanagement mit den laufenden Anforderungen zu vereinbaren.


3. Reibungsverluste minimieren - du gewinnst Produktivität und Effizienz 

Wo immer wieder Reibung mit den gleichen Themen aufkommen, braucht es Lösungen. Über lange Zeiträume hinweg über die gleichen Stolpersteine zu fallen, ist weitaus grösserer Energieverlust, als der Aufwand, den es benötigt, einmalig diese Stolpersteine aus dem Weg zu räumen. Lieber mit einer Sonderaktion die Hindernisse aus dem Weg räumen - im Team können solche Aktionen auch Spass machen, besonders wenns zur Belohnung nicht nur ein Danke, sondern auch Pizza mit einem erlösenden ,erledigt für alle, gibt.


5. Zynismus, Frust und Unzufriedenheit beseitigen - du gewinnst Motivation 

Wo zu viel Energie verloren geht und Reibungsverluste ignoriert werden, entsteht Zynismus und Unzufriedenheit. Ein Ausdruck von resignativer Energie. Hier gilt es anzusprechen, dass ein Zustand dringender Änderung bedarf. Bereits das Benennen und Erkennen setzt Energie frei, so dass andere ihre Unterstützung und Hilfe anbieten, weil sie einen Nutzen daraus ziehen. Hier ist Führung gefragt, um mit dem Team Massnahmen einzuleiten, Rollen und Verantwortung zu klären und neue Formen der Optimierung zu suchen. Dies gelingt, wenn das Team in den Prozess involviert wird und vertrauensvoll darauf gebaut wird, dass andere genauso an einer guten Lösung interessiert sind.



6. Druck und Arbeitsbelastung in Verträglichkeit verwandelst - du gewinnst Gesundheit 

Realistische Zeitbudgets für Aufgaben definieren und daraus die Stellenpensen berechnen. Eine Aufgabe, die so scheint mir, oft nicht mehr gemacht wird. Konkret: Alle Aufgaben, die jemand im Aufgaben- oder Stellenbeschrieb hat, auflisten. Hinter jede Aufgabe den geschätzten Zeitaufwand pro Monat in Stunden aufschreiben. Alle Stunden für die Aufgaben pro Monat addieren (Bsp.210h/Mt.). Das Arbeits-Stunden-Soll (Bsp. 169h/Mt.) in Stellenprozent ausrechnen (100:169x210= 124.26). In diesem Beispiel würde man erkennen, dass die kalkulierten Aufgaben einem 124% Stellenprozent-Pensum entsprechen.


7. Bedürfnisse von Belegschaft und Unternehmen in Balance halten- du gewinnst Identifikation 

Erwartungsmanagement ist der organisierte Austausch und das Festhalten von gegenseitigen Erwartungen für die optimale Erfüllung des Arbeitsvertrags oder Abmachungen und Vorhaben. Wem es gelingt, diesen Aspekt von Anfang an zu klären, hat Klarheit darüber, was der Vertrag ,unter dem Tisch' beinhaltet. Was wird in welcher Qualität erwartet, wo habe ich Spielraum und wie breit ist dieser abgesteckt. Wann muss ich Rücksprache halten, bis wohin gehen meine Kompetenzen, Selbstverantwortung oder Entscheidungsbefugnis. All diese Punkte sind Bestandteil des psychologischen Vertrags. Je besser die gegenseitigen Erwartungen ausgetauscht und angesprochen werden, desto weniger Missverständnisse und Konflikte können entstehen und desto weniger wird wertvolle Energie verpufft.


8. Den Fokus auf echte Arbeit anstatt Beschäftigung richten - du gewinnst Sinn und Entwicklung 

Aufgaben erledigen für die Tonne. So identifiziert Gunter Dueck in seinem Buch ,keine Sinnfragen, bitte!' (2022) die entzündlichsten Sinnlosigkeitsherde unserer Wirtschaftswelt. Weil irgendjemand mal auf die Idee gekommen ist, monatlich eine Statistik über XY zu erstellen, wird diese Aufgabe auch noch 10 Jahre später ausgeführt. Obwohl sie niemand braucht, keiner liest und sie keine Relevanz auf die Wertschöpfung hat. Das sind Beschäftigungsprogramme! Was ändert sich, wenn sowohl Mitarbeitende als auch Führungskräfte mit kritischem Auge solche Beschäftigungstätigkeiten entlarven? Richtig! Sie können getrost gestrichen werden, um Energie für wirkliche Arbeit freizulegen und damit Arbeit mit sinnvollen Inhalten zu füllen.


9. Bessere Beziehungen pflegen - du gewinnst Vertrauen 

Vertrauen ist die Basis jeder Beziehung. Persönliches Vertrauen beeinflusst die Beziehungsqualität – die Beziehungsqualität beeinflusst das Vertrauen. Vertrauen entwickelt sich und beantwortet die 5 Fragen: Wer vertraut wem, worin, weshalb und wie zeigt sich das?

Vertrauen basiert auf drei Mechanismen. Wir prüfen, ob jemand das Können, also überhaupt die Fähigkeit hat, etwas zu übernehmen, ob jemand den Willen dafür aufbringt und dann schätzen wir die Person ein, um abzuwägen, wie es um das Vertrauen steht. Dabei spielt die Erfahrung, die wir mit dieser Person bereits machten oder die Reputation (was andere über diese Person sagen) eine entscheidende Rolle, ob wir Vertrauen schenken. Das Pflegen von Beziehungen fördert das Einschätzen. Menschen lernen sich besser kennen und können besser einschätzen, wem sie warum, worin, weshalb Vertrauen schenken.


10. Die Belegschaft in ihrer Selbstwirksamkeit stärken - du gewinnst tragfähige Lösungen durch die Basis und hast den Rücken frei 

Hier ist Zutrauen gemeint. Die wissenschaftliche Erklärung liegt im Pygmalion Effekt. Wenn du jemandem zutrauen schenkst und diese Person ermutigst, dass er oder sie etwas schafft, wird sich allein durch dieses Zutrauen das Verhalten dieser Person positiv auf das Ergebnis auswirken. Untersucht haben den Zusammenhang zwischen vorhandener Erwartung und entstehendem Ergebnis in den 1960er-Jahren Robert Rosenthal und Lenore Jacobson. Durch Zutrauen erfahren andere ihre Selbstwirksamkeit und werden gestärkt. Die Wechselwirkung zwischen Zutrauen und Wirksamkeit führt zu einer Kompetenzverschiebung in Unternehmen, was zu einer wirkungsvollen Energieverteilung führt.


Fazit: Mehr Energie muss man sich erarbeiten

Das ist die schlechte Nachricht; mehr Energie kommt nicht vom Himmel geflogen. Dennoch gibt es viele Möglichkeiten, sich diese zu erarbeiten und vor allem ist diese Arbeit lohnenswert: Wem es gelingt Energiemanagement von Menschen und Unternehmen in seiner Ganzheit zu fördern wird belohnt, mit Gesundheit, Zufriedenheit, Ausgeglichenheit, Kraft, Qualität und produktiver Energie. Wer den Mut aufbringt, unnötige Meetings und Beschäftigungsprogramme zu streichen und die Belegschaft in ihrer Selbstwirksamkeit zu fördern, kann zuversichtlich in die Zukunft blicken. Wer über innere Klarheit und Stabilität verfügt, kann Stürme im Aussen leichter meistern. Darin sollte das Interesse von Arbeit der Zukunft liegen.


Wenn du mehr über Führung mit Blick auf Kultur lernen möchtest und bereit bist, dich und deine Haltung besser kennenzulernen und weiterzuentwickeln, empfehle ich dir unsere Beratungs- und Trainingsangebote.

Aus 35 Jahren Fachkenntnis, Praxis, Beobachten und Umsetzung wissen wir: Schädliche Unternehmenskultur führt bei Mitarbeitenden und Kunden zu Emotionen und Reaktionen, die teuer, frustrierend und ansteckend sind - das bremst!  

  • Wir bringen gute Unternehmenskultur von der Abstraktion in die Praxis. Damit du mit einfachen Interventionen das Richtige tust.

  • Wir erklären dir in unserem Führungsseminar Unternehmenskultur theoretische Zusammenhänge verständlich. Damit du weisst, worauf es wirklich ankommt.

  • Wir sagen dir in unserem Führungskräfte Coaching, wie du Stolpersteine aus dem Weg räumen kannst. Damit du löst, was bremst.

  • Wir befähigen dich, auf ein neues Niveau in der Anwendung zu kommen! Damit diese Investition sich für die nächsten Jahre voll auszahlt.



Herzlich,


Manuela Broz

Kulturboosterin

In der Raketenwissenschaft ist ein Booster ein Hilfstriebwerk, das der Startrakete den nötigen Schub verleiht - ein Kulturbooster ist ein Verstärker der das Potenzial von Unternehmen und Individuen zum Abheben bringt.


Zur Autorin:

Manuela Broz begleitet seit 35 Jahren Unternehmen und Menschen in der Stärkung ihres Potentials mit Führung und Kulturberatung.

Sie bietet Coaching und Trainings für künftige und gestandene Führungskräfte, die ihre Transformationsrolle mit geschärftem Blick für unternehmerische und kulturelle Zusammenhänge verstehen und mit ansteckender Begeisterung umsetzen wollen.

Mehr Informationen auf kulturbooster.com



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