Ein renommiertes Zürcher Restaurant schreibt einer Wäscherei: „Wir haben einen Polsterstuhl mit einem Fleck. Können Sie den entfernen und wieviel kostet das?“
Die Wäscherei antwortet sauber: Ohne Augenschein keine Beurteilung, keine Kostenschätzung. Bitte vorbeibringen.
Das Restaurant fragt: „Können Sie den Stuhl auch holen?“
Die Wäscherei: Ja, Transport kostet CHF XY.
Restaurant: „Gut, kommen Sie diese Woche holen.“
Am nächsten Tag schreibt der Betriebsleiter: „Können Sie uns eine Offerte schreiben für die Reinigung des Flecks vom Stuhl?“
Die Wäscherei: „Wie ich Ihrer Kollegin gestern per Mail mitteilte …“
Am nächsten Tag wieder der Betriebsleiter: „Unser CEO kommt morgen aus dem Urlaub zurück, er kümmert sich um die Angelegenheit und wird sich gegebenenfalls mit Ihnen in Verbindung setzen.“
Die Wäscherei hat nie mehr etwas gehört.
Nicht, weil jemand unfähig war. Sondern weil die Zuständigkeitsroutine fehlte. Und damit die Entscheidungsroutine. Und damit der Auftrag. Teure Verschwendung.
Schock für die Aussenwelt von Unternehmerinnen und Unternehmern: 2025 stieg die Zahl der Firmenkonkurse in der Schweiz auf 14’958. Das sind über 30 Prozent mehr als 2024. Ein Treiber ist eine Gesetzesänderung. Der Druck ist trotzdem real (Schweizer Radio und Fernsehen (SRF).
Innenwelt Realität von Unternehmerinnen und Unternehmern ernüchternd: Mit 81 Prozent macht der überwiegende Teil „Dienst nach Vorschrift“. Nur etwa jeder Zehnte ist emotional gebunden (SWI swissinfo.ch).
Zukunftsbereitschaft ist Zukunftsrisiko: Derzeit gelten nur 11 Prozent der Arbeitnehmenden als „zukunftsbereit“. Netzwoche
Wenn Sie unter Druck stehen, retten Sie keine Motivationsprogramme. Es rettet Sie Entscheidungslogik.
Wir kaufen Technologien, die wir nicht nutzen können.
Wir automatisieren Prozesse, die wir nicht verstehen.
Wir rasen in Richtung Transformation mit Teams, die strukturell ausgebremst werden.
Wenn Sie mehr Geld in Werkzeuge stecken als in eine klare Entscheidungslogik, zahlen Sie am Ende doppelt: mit Geld und Leistung.
Lustlosigkeit ist das Symptom. Denn zwischen individueller Lust und der organisationalen Realität steht eine unsichtbare Barriere: das System Unternehmen selbst.
Ein System fragt nicht nach Lust, es fragt nach Stabilität. Es bevorzugt Routinen gegenüber Neugier, Vorhersehbarkeit gegenüber Spontaneität und Kontrolle gegenüber Selbstentfaltung. Genau das kollidiert mit einer Welt, die sich täglich ändert. Und es zeigt, wie hartnäckig sich Routinen in der Kultur manifestiert haben und Unternehmen bremsen.
Entscheidungen werden vertagt oder verwässert.
Alles ist wichtig, nichts wird beendet.
Aktivität wird durch Meetings erzeugt, nicht aber mit Wirkung.
Verantwortung ist formal da, praktisch aber unklar.
Strukturelle Unschärfe wird von Teams und Führungskräften kompensiert.
Leistungsdruck steigt und erzeugt Folgeprobleme.
„Fehlende Entscheidungslogik ist kein Führungsproblem. Sie ist ein Strukturproblem.“
Wo Entscheidungen unregelmässig, unklar oder folgenlos bleiben, verliert das System Energie. Denn wo Verantwortung unklar bleibt, Entscheidungswege verwässern und Routinen Energie binden, verlieren selbst starke Teams ihre Wirksamkeit.
Wo jedoch ein verlässlicher Entscheidungsrhythmus entsteht, werden Prioritäten klar, Verantwortung wirksam und Umsetzung planbar.
Kultur zeigt sich im Bewusstsein darüber, was in einem Unternehmen gerade passiert. In der eigenen Beobachtungsfähigkeit und wie diese routiniert wird.
Sie zeigt sich darin, ob Entscheidungen bewusst vorbereitet, getroffen und umgesetzt werden.
Wenn Entscheidungswege unklar sind, entstehen informelle Regeln.
Wenn Verantwortung nicht verbindlich ist, übernehmen Menschen entweder zu viel, oder gar nichts.
Wenn Sprache unpräzise bleibt, wird Orientierung ersetzt durch Interpretation.
Kultur entsteht deshalb durch Strukturen, die Verhalten ermöglichen oder verhindern.
„Kultur entsteht dort, wo Entscheidungen, Routinen und Verantwortung wirksam sind. Und genau dort muss sie auch verändert werden.“
Wenn sich Substanz, Klarheit und Fokus treffen sollen, liegt der Startpunkt für Unternehmen darin, Voraussetzungen für Kohärenz zu schaffen.
In einem strukturierten 90-Tage-Prozess schaffen wir die Voraussetzungen für tragfähige Entscheidungen: durch klare Stop-Kriterien, verbindliche Entscheidungslogik und eine gemeinsame Sprache für Verantwortung und Prioritäten.
Dort, wo neue Routinen eingeübt werden, so lange, bis sie die Menschen im Schlaf können, entsteht Kohärenz und Rückkoppelung im System.
Das Ergebnis liegt in:
Klarheit durch Entscheidungen, statt Stillstand trotz Aktivität.
Verantwortungsarchitektur, die Probleme löst, statt neue zu erzeugen.
Entscheidungslogik, die Klarheit schafft und Energie spart.
Kultur, die messbare Ergebnisse erzielt.
Meine Quelle ist with heart throughout. Ich habe das Ziel in Unternehmen eine Kultur zu schaffen, die Verschwendung auflöst, um positive Energieflüsse zu generieren. Und ich sage es direkt: Wenn Entscheidungen nicht tragen, frisst das System jede gut gemeinte Initiative.
Deshalb arbeite ich nicht an Haltung oder Motivation, sondern an den strukturellen Bedingungen, unter denen Entscheidungen getroffen, umgesetzt oder vertagt werden. Ohne strukturelle Voraussetzungen versickert die beste Mindset-Arbeit und zeigt sich in Demotivation. Reine Verschwendung.
„Der Moment, wo uns klar wurde, dass wir unsere Mitarbeitenden nicht motivieren, sondern formale Strukturen gestalten müssen, in denen Leistung wirken kann.“
Marco, Geschäftsführer, Lugano
Berechtigte Hoffnung auf 2026 ist deshalb keine Kulturarbeit an der Stimmung. Sie ist eine Erwartung, die drei Bedingungen erfüllt.
Realitätscheck: Das erhoffte Ergebnis ist möglich.
Begründung: Es gibt gute Gründe dafür. Daten, Erfahrung, Expertenurteil, belastbare Indikatoren.
Handlungsanteil: Sie investieren Routinen und Kapazität, um es möglich zu machen. Sonst ist es Wunschdenken.
Snyder et al. (1991) zeigen Hoffnung als Kombination aus Zielenergie und Wege finden. Fehlt eines, kippt Hoffnung in naives „es wird schon“( Universität von Oklahoma+1).
Routinen entstehen nicht, weil man sie beschliesst. Routinen entstehen, weil man sie einübt. So lange, bis alle sie quasi im Schlaf beherrschen. Erst dann sinkt die Reibung. Erst dann spart das System Energie. Routinen sind wie ein Feueralarmtest. Im Ernstfall haben Sie keine Zeit für eine Checkliste. Entweder es sitzt. Oder es brennt.
Verantwortung wird nur dann real, wenn Verantwortungsroutinen trainiert sind. Wer entscheidet was. Wer eskaliert wann. Was wird nicht mehr in Sitzungen verschoben.
Entscheidungen sparen nur dann Energie, wenn der Entscheidungsprozess trainiert ist. Kriterien vorab klären. Entscheidungswege verkürzen. Stop-Kriterien setzen. So lange üben, bis es ohne Extra-Meeting läuft.
Orientierung entsteht nur dann, wenn Ergebnisroutinen trainiert sind. Review-Schleifen, die sichtbar machen, was Wirkung hatte und was nur beschäftigt hat.
Kurz: Erst wenn es sitzt, wird es zur Routine. Und erst wenn es Routine ist, ist es neue Kultur.
Wenn Sie Verschwendung stoppen und Energieflüsse freilegen wollen, profitieren Sie von diesem einzigartigen 90-Tage-Programm.
Auf ein gutes 2026 mit berechtigter Hoffnung, die wirkt.
Manuela Broz
#Kulturbooster