Die Boosterfrage #1
Woran Sie es merken
Es gibt Sätze, die in meinen Erstgesprächen fast immer fallen. Nicht von denselben Menschen und nicht in derselben Branche, aber im selben Wortlaut.
Eine Krise löst die nächste ab. Entscheidungen werden getroffen und dann nicht umgesetzt. Die Guten wandern ab, anstatt zu kommen. Jeder optimiert seinen Bereich, niemand das Ganze. Es geht um alles, nur nicht um den Kunden. Leistung entsteht nur noch unter Druck. Lust ist keine mehr da.
Wer solche Sätze hört, sucht meistens nach dem Schuldigen. Nach der Abteilung, die bremst, der Person, die nicht mitzieht, der Generation, die nicht mehr will.
Das ist die falsche Richtung. Diese Sätze sind Symptome, und Symptome zeigen nach unten, nicht zur Seite. Nach unten heisst: zur Entscheidungsarchitektur. Wer entscheidet worüber, nach welchen Kriterien, mit welcher Rückkoppelung.
Ohne diese Rückführung bleibt die Liste eine Klage. Mit ihr wird sie eine Diagnose.
Die Boosterfrage
Welche drei dieser Sätze könnten bei uns fallen?
Die Booster-Challenge
Legen Sie die Sätze Ihrer Geschäftsleitung vor. Jede Person kreuzt für sich an, welche zutreffen, ohne Rücksprache. Dann sammeln Sie ein und schauen sich nicht die Mehrheit an, sondern die Streuung.
Wohin das führt
Wo alle dasselbe ankreuzen, haben Sie ein bekanntes Problem. Wo die Antworten auseinandergehen, haben Sie den interessanteren Befund: Dieselbe Organisation wird von ihrer eigenen Leitung unterschiedlich gesehen. Reden Sie über diese Abweichung, nicht über die Übereinstimmung.
«Es geht um alles, nur nicht um den Kunden.»